Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung feiert 2026 ihr 30-jähriges Jubiläum. In diesem Zeitraum hat sie
2.700 Kulturprojekte mit einem Fördervolumen von 126 Millionen Euro in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt gemeinsam mit den dortigen Sparkassen unterstützt. Damit ist sie die größte nicht-staatliche Förderin von Kunst und Kultur in Ostdeutschland.
Das Engagement reicht von Bildender Kunst, Musik und Literatur über Theater bis hin zur Denkmalpflege. Mit ihrer breit gefächerten Förderung hat die Stiftung dazu beigetragen, wichtige kulturelle Initiativen und Projekte in Ostdeutschland zu erhalten und weiterzuentwickeln. Damit Menschen gern da leben, wo sie zu Hause sind.
Die Festveranstaltung zum Stiftungsjubiläum findet am 22. April in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale) statt. Ende 1995 war die Stiftung vom Ostdeutschen Sparkassenverband und seinen Mitgliedssparkassen errichtet worden und hatte 1996 ihre Arbeit aufgenommen.
Ludger Weskamp, Vorsitzender des Stiftungsvorstands und Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, sagt: „Die Stiftung setzt Akzente in Ostdeutschland – gemeinsam mit Kulturinitiativen, Vereinen und den Sparkassen vor Ort. Damit ist sie zu einem unverzichtbaren Teil der ostdeutschen Kulturlandschaft und einer wichtigen Referenz für andere Fördermittelgeber geworden.“
Ein Weg zum Verständnis der Menschen in Ostdeutschland und ihrer Geschichte führt über ostdeutsche Kunst. Werke aus Fotografie, Malerei, Grafik und Skulptur werden gezielt angekauft, Museen und Vereinen für Ausstellungen zur Verfügung gestellt und damit längerfristig einem breiten Publikum zugänglich gemacht. So trägt die Stiftung dazu bei, ostdeutsche Kunst sichtbar zu machen und nachhaltig im gesamtdeutschen Kontext zu verankern.
Patricia Werner, Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, betont die notwendige Aufgabe, die Lebensleistungen und Lebenswirklichkeiten der Menschen in Ostdeutschland sichtbar zu machen: „Seit 1945 leben Menschen in Ostdeutschland unter spezifischen Bedingungen, die ihre Erfahrungen und Perspektiven geprägt haben. Diese Geschichten zu erforschen und zu erzählen, ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Auch künftig werden wir Projekte fördern, in denen es um eine stärkere Sichtbarkeit ostdeutscher Künstlerinnen und Künstler und ihrer Werke geht. Hier gibt es für die Menschen in ganz Deutschland noch viel zu entdecken.“
Ein solches Beispiel ist der Förderschwerpunkt Ostmoderne – Kunst an öffentlichen Bauten und im öffentlichen Raum, die zwischen 1945 und 1989 entstanden ist. Um diese häufig vergessenen Kunstwerke wieder ins öffentliche Bewusstsein zurückzubringen, unterstützt die Stiftung wissenschaftliche Erfassungsprogramme beispielsweise in Neubrandenburg, Schwedt, Cottbus, Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder) und Dessau in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landesdenkmalbehörden.
Weskamp erklärt: „Die Geschichte der Ostmoderne endet nicht 1989 mit dem Fall der Mauer. Sie ist Teil einer fortlaufenden Diskussion über regionale Identität und über die Transformationsprozesse, welche die Menschen in Ostdeutschland erlebt haben.“
Das 30-jährige Jubiläum nutzt die Stiftung nicht nur für einen Rückblick, sondern auch für einen Ausblick auf kommende Aufgaben. Vor dem Hintergrund sozioökonomischer und gesellschaftspolitischer Entwicklungen möchte sie weiterhin zeigen, wie über Kulturprojekte Menschen verbunden, Veränderung angestoßen und die regionale Identität gestärkt werden kann. „Die Herausforderungen der Zukunft sehen wir als Chancen. Wir werden die kulturelle Landkarte mit Innovationsfreude und der Offenheit für neue Ideen gemeinsam mit den Sparkassen und unseren Kulturpartnern aktiv mitgestalten. Das ist unser Beitrag, damit Kunst und Kultur für die Menschen in Ostdeutschland vielfältig erfahrbar und lebendig bleibt“, sagt Patricia Werner.
„Kultur verbindet uns Menschen und trägt deshalb zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Deshalb ist und bleibt die Ostdeutsche Sparkassenstiftung eine verlässliche Partnerin für Kunst und Kultur in Ostdeutschland“, so Ludger Weskamp abschließend.
Das Kunstmuseum Moritzburg ist am Jubiläumstag, dem 22. April 2026, kostenfrei geöffnet.