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30 Jahre kommunale Selbstverwaltung

Sparkassen und Kommunen sind mehr als nur ein Zweckbündnis – sie sind gelebte Solidarität

Berlin, 5. Mai 2020  Grund zum Feiern und zur Dankbarkeit sieht der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Dr. Michael Ermrich: „Morgen jährt sich zum 30. Mal die erste freie Kommunalwahl in der ehemaligen DDR. Der Wahltag ist die Geburtsstunde der selbstständigen, eigenbestimmten Kommunen und damit der kommunalen Selbstverwaltung in den neuen Ländern und eines neuen Miteinanders von Sparkassen und Kommunen“.

Ermrich erinnerte daran, dass vor 30 Jahren Sparkassen und Kommunen gemeinsam den Neuanfang wagten, als öffentlich-rechtliche Institute mit kommunaler Gewährträgerhaftung. „Nach 40 Jahren als „Volkseigentum“ waren Sparkassen wieder „echte“, das heißt, kommunal getragene auf ihr Geschäftsgebiet ausgerichtete und demokratisch kontrollierte Kreditinstitute.

Die erste Bewährungsprobe für das Miteinander war die Einführung der DM. Die Menschen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt erlebten in der Folge eine Premiere, erinnerte Ermrich. Erstmals boten die Sparkassen ein flächendeckendes, breites Angebot an Finanzdienstleistungen für Bürger und Mittelstand an. Beispielsweise unterstützen die Sparkasse Kunden, die von der Eigenheimförderung von Bund und Ländern profitierten und ein eigenes Haus bauten oder kauften. Bis heute sind die Sparkassen bei den Girokonten und mit einem Marktanteil von 80 Prozent im Handwerk Marktführer in den neuen Ländern.

Sparkassen sind seit 1990 wieder Instrument der Kommunen im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie sichern die kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung. Städte oder Landkreise sind Träger der Sparkassen. „Sparkassen sind vor Ort, sie kennen ihre Heimat und ihren Kreis, sie wissen, wo der Schuh drückt. Vertreter des Trägers bringen ihre Kenntnisse in den jeweiligen Verwaltungsrat ein“, so Ermrich.

„Die Entwicklung der zurückliegenden Jahre steht für eine Erfolgsgeschichte. Ich bin davon überzeugt, dass das erfolgreiche Miteinander von Kommunen und Sparkassen einen maßgeblichen Beitrag beim wirtschaftlichen Aufbau in den neuen Bundesländern geleistet hat“, betonte Ermrich. Gemeinsam hätten Sparkassen und Kommunen die neuen Länder vorangebracht, viele Investitionen ermöglicht, ständig das Ziel verfolgt, nah am Kunden zu sein, und in vielfältiger Form darüber hinaus beispielsweise Veranstaltungen und gemeinnützige Projekte möglich gemacht.

Das Miteinander hat sich gerade auch bei Herausforderungen und in Krisensituationen bewährt. Ermrich erinnerte an die Flutkatastrophen: Sparkassen seien selbst massiv betroffen gewesen und hätten dennoch als eine der ersten Hilfsmaßnahmen gestartet und als Ansprechpartner zur Verfügung gestanden.

Während der Flüchtlingskrise haben die Städte und Landkreise bedeutendes geleistet und die Sparkassen waren zur Stelle, um die Flüchtlinge mit ersten Finanzdienstleistungen zu versorgen.

Aktuell stellt die Corona-Krise Kommunen und Sparkassen vor große Herausforderungen. Die Sparkassen zögern nicht, um ihren Kunden durch die Krise zu helfen, beispielsweise mit Sofortkrediten oder Zins- und Tilgungsstundungen.

„Sparkassen und Kommunen sind mehr als nur ein Zweckbündnis. Sie sind gelebte Solidarität für die Entwicklung der Heimat. Sie sind Garant für Stabilität und gelebte Demokratie und Ausdruck für Bürgernähe“, würdigte Ermrich. „Wir können stolz und dankbar dafür sein.“