Jahresbericht 2026 des Sparkassen-Tourismusbarometers
Wirtschaftsmotor Tourismus
Der Jahresbericht 2026 des Sparkassen-Tourismusbarometers zeigt: Ostdeutsche Reiseziele sind nach wie vor stark nachgefragt und bieten Potenzial für qualitatives Wachstum. Sie zeichnen sich durch eine stabile, attraktive Entwicklung und hohe Gastfreundschaft aus.
Der Schwerpunkt im Tourismusbarometer 2026 liegt auf dem Wirtschaftsfaktor Tourismus, der im Rahmen länderspezifischer Sonderveröffentlichungen aufbereitet worden ist.

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Tourismus in Ostdeutschland: Zwischen Optimismus und Unsicherheit
Reisende reagieren sensibel auf Nachrichtenlagen und Preisimpulse, wägen Ausgaben bewusster ab und suchen zugleich nach Verlässlichkeit und Qualität. Für Anbieter steigt damit der Druck, Vertrauen zu stärken und effizienter zu werden. In diesem Zusammenhang gewinnen Nachhaltigkeit und Digitalisierung weiter an Bedeutung.
Zum Ende des Jahres 2025 deutet sich im deutschlandweiten Gastgewerbe eine gewisse Konsolidierung der Geschäftslage an. Zuvor gab es erhebliche Schwankungen aufgrund der Pandemiejahre. Dennoch bewegt sich die Branche weiterhin in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld.
Stabile Nachfrage im Jahr 2025
Der Tourismus in Ostdeutschland blickt auch 2025 wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Laut amtlicher Statistik konnten die Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Betten 28,9 Millionen Gäste begrüßen, die 85,6 Millionen Übernachtungen tätigten.
Bei den Ankünften war das der zweithöchste je gemessene Wert, bei den Übernachtungen der dritthöchste. Sowohl die Ankünfte (+0,1 Prozent) als auch die Übernachtungsnachfrage (-0,2 Prozent) blieben 2025 im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil.
Gastgewerbe weiter unter Druck: Hohe Kosten, sinkende Margen
Das Gastgewerbe in Ostdeutschland konnte die Umsätze 2025 laut vorläufigen Zahlen nur nominal steigern: Auf dem Papier erwirtschaftete die Branche zwar 0,8 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Preisbereinigt ergab sich jedoch ein Rückgang um 2,5 Prozent. Zudem sahen sich im Jahr 2025 Hoteliers mit einem leicht rückläufigen Preisniveau bei gleichzeitig stabiler Nachfrage konfrontiert.
Angesichts des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds dürfen Zukunftsinvestitionen nicht vernachlässigt werden. Denn für das Gastgewerbe bieten moderne, kundenorientierte Prozesse und gezielte Investitionen trotz stagnierender Umsätze und steigender Kosten die Chance, durch verbesserten Service und Erlebnisse auch in schwierigen Zeiten Marktpotenziale zu nutzen.
Tourismusarbeit in Orten, Regionen und Ländern
Tourismus ist in Kommunen kein „Zusatzthema“, sondern ein entscheidender Faktor für Standort- und Lebensqualität. Er stärkt die lokale Wertschöpfung, sichert Betriebe und Arbeitsplätze und erhöht die Aufenthaltsqualität. Damit wirkt er direkt auf das, was Kommunalpolitik verantwortet: attraktive Ortszentren, lebendige Infrastruktur, Kultur- und Freizeitangebote sowie ein positives Image nach innen und außen.
Entscheidend ist: Touristische Investitionen wirken nicht nur für Gäste, sondern ebenso für Einheimische – und damit für Akzeptanz, Lebensqualität und Standortattraktivität.
Ausblick auf 2026
Der Ausblick auf das Reisejahr 2026 stimmt optimistisch: Die Urlaubsnachfrage wird voraussichtlich stark bleiben. Allerdings buchen die Reisenden immer kurzfristiger und reagieren zunehmend sensibler auf Preise.


