22.09.2026
Pressemitteilung | Gesellschaftliches Engagement
Ostdeutsche Sparkassen bauen Angebote für Altersvorsorge und digitales Sparen aus

Die Verbandsleitung der Ostdeutschen Sparkassenverbandes (v.l.n.r.): André Nakonz, stellvertretender Verbandsgeschäftsführer, Ludger Weskamp, Geschäftsführender Präsident, Markus Rück, Verbandsgeschäftsführer sowie Hermann Dreyer, Leiter der Prüfungsstelle. (Foto: OSV/Fotostudio Charlottenburg)
Stabilitätsanker für wirtschaftliche Entwicklung: Sparkassen sagten im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 5,6 Mrd. Euro neue Kredite zu
Neue Altersvorsorge ab 2027: von preiswertem Standarddepot bis zum Individualprodukt mit Beratung – Sparkassen bieten für jeden Bedarf das passende Angebot
Sparen und Anlegen mit S-Neo: einfacher Zugang zum Wertpapiersparen in der App
Berlin, 22. September 2026 In einem bisher geopolitisch und wirtschaftlich herausfordernden Jahr haben sich die Sparkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt erneut als verlässlicher Stabilitätsanker erwiesen. Tief in ihren Regionen verankert, stehen sie an der Seite der Menschen, Unternehmen und Kommunen und wirken so auch als positive Impulsgeber.
Sparkassen als Wachstumspartner vor Ort: am Beispiel Cottbus und Salzlandkreis
„Allzu oft wird in der Betrachtung der ostdeutschen Bundesländer nur auf die Problemfelder geschaut, dabei sehen wir auch einiges an Dynamik. Positive Entwicklungen verdienen mehr Aufmerksamkeit“, betont Ludger Weskamp, Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands.
Die rund 600 Unternehmensgründungen in Ostdeutschland, die das Bundesfinanzministerium für das erste Halbjahr 2026 meldete, sind ein starker Beleg dafür. Auch der Blick nach Cottbus lohnt sich: Durch gezielte politische Entscheidungen vor Ort und einen verlässlichen Rahmen für Investitionen gelang der Wandel von der strukturschwachen Kohleregion zum Zukunftsstandort. Das Institut der deutschen Wirtschaft bescheinigte Cottbus in seinem Ranking der Landkreise und Städte nach Wirtschafts-struktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität die deutschlandweit beste Entwicklung.
„Ich bin überzeugt, dass wir eine konstruktivere Auseinandersetzung mit dem brauchen, was gelingt. Die positiven Erzählungen, die es ohne Frage gibt, schaffen es zu selten in den öffentlichen Diskurs. Ostdeutschland ist kein hoffnungsloses Randgebiet. Ich möchte die realen Herausforderungen nicht kleinreden, die sind da. Doch es muss in der Erzählung Raum für mehr geben. Sonst wird daraus eine selbsterfüllende Prophezeiung, die dem Aufbruch der Region am Ende mehr schadet als jede tatsächliche Herausforderung“, so Weskamp.
Ein Beispiel aus dem Salzlandkreis: Dort entsteht ein neuer Standort der Florida-Eis Manufaktur mit potenziell rund 500 neuen Arbeitsplätzen; die Salzlandsparkasse war als wichtiger Partner vor Ort eingebunden.
Hinzu kommt der Unternehmerpreis des Ostdeutschen Sparkassen-verbandes, der in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben wird und Unternehmen, Vereine und Kommunen auszeichnet, die in ihren Regionen etwas bewegen. Die Preisträger des Jubiläumsjahres werden am
26. November 2026 in Potsdam verkündet.
Vorsorge im Fokus: Sparkassen als Vermögenspartner für jeden Bedarf
Vermögensbildung und Altersvorsorge zählen zu den zentralen Zukunftsthemen für die Menschen in Ostdeutschland. Denn laut Sparkassen Vermögensbarometer sorgen sich dort 31 % der Menschen vor Armut im Alter. Gleichzeitig geben aber nur 48 % der befragten Ostdeutschen an, dass sie regelmäßig sparen können.
„Die Sparkassen wollen die private Vermögensbildung stärken und Menschen dabei unterstützen, Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen. Der beste Zeitpunkt, um für das Alter vorzusorgen, war gestern. Der zweitbeste ist heute. Das sind Entscheidungen, die über Jahre hinweg einen erheblichen Unterschied im Alter machen“, sagt Markus Rück, Verbandsgeschäftsführer des Ostdeutschen Sparkassenverbands.
Dafür entwickeln die Sparkassen ihre Angebote kontinuierlich weiter und richten sie an den unterschiedlichen Bedarfen ihrer Kundinnen und Kunden aus – auch mit niedrigschwelligen, digitalen Lösungen.
Die neue staatlich geförderte Altersvorsorge startet ab 2027. Hier bietet die DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen, zum Start ein besonders günstiges Standarddepot und ein aktiv gemanagtes Individualprodukt an, das bei allen Sparkassen vor Ort und digital verfügbar sein wird. Parallel dazu wird die DekaBank ein Standard-Altersvorsorgedepot für Kinder und Jugendliche anbieten, um im nächsten Jahr ein attraktives Angebot für die geförderte Frühstart-Rente machen zu können.
Sukzessive bei allen ostdeutschen Sparkassen verfügbar ist S-Neo, das neue Angebot für Wertpapiersparen in der App „Sparkasse“. S-Neo ist konsequent für die Nutzung auf dem Smartphone konzipiert und bietet Kundinnen und Kunden einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu Sparplänen und Wertpapiergeschäften. Damit erweitern die Sparkassen die Wahlmöglichkeiten der Kundinnen und Kunden und ersetzen nicht die persönliche Beratung.
„Sparkassen ruhen sich nicht aus – wir entwickeln unser Produktangebot kontinuierlich weiter und schauen ehrlich hin, wie wir unseren Kundinnen und Kunden noch besser begegnen können. Dazu gehört auch, digitaler zu werden. Aber, und das ist mir wichtig: Dabei bleiben wir immer Sparkasse“, betont Markus Rück weiter.
Wichtigste Kennzahlen der OSV-Sparkassen im ersten Halbjahr 2026
Kreditvergabe: Die Sparkassen sagten insgesamt 5,6 Mrd. Euro neue Kredite zu (-4,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Der Gesamtkreditbestand stieg auf 83,8 Mrd. Euro (+0,9 %). Die Neuvergabe ging bei Privatkundinnen und -kunden um 5,0 %, bei Unternehmen und Selbstständigen um 4,3 % und bei Wohnungsbaukrediten um 4,4 % zurück.
Spartätigkeit: Der Einlagenbestand ging in den ersten sechs Monaten um 0,6 % auf 136,5 Mrd. Euro zurück. Verzinsliche Spareinlagen sanken um
1,4 % auf 34,7 Mrd. Euro, während Termingelder und Sparkassen-Eigenemissionen stark gefragt waren. Die Sichteinlagen sanken um 0,7 % auf 93,1 Mrd. Euro.
Ergebnis: Für 2026 wird ein Betriebsergebnis vor Bewertung von rund
2,4 Mrd. Euro prognostiziert. Für das Berichtsjahr 2026 planen die OSV-Sparkassen eine Kreditrisikovorsorge in Höhe von 248 Mio. Euro ein. Auf das erwartete Ergebnis vor Steuern in Höhe von 950,9 Mio. Euro werden voraussichtlich rund 650,7 Mio. Euro an gewinnabhängigen Steuern abgeführt, sodass ein Jahresergebnis von rund 300,2 Mio. Euro erwartet wird.
Wertpapiergeschäft: Der Wertpapierumsatz lag im ersten Halbjahr 2026 bei 9,9 Mrd. Euro (-0,8 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025). Die weiterhin starken Käufe der Kunden führten einerseits zu einem weiter steigenden Nettoabsatz (2,16 Mrd. Euro, +27,3 %) und trugen andererseits auch zur positiven Geldvermögensbildung der Privatpersonen bei
(2,64 Mrd. €, +12,3 %).
Über den Ostdeutschen Sparkassenverband:
Der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) ist Partner, Interessenvertreter und Dienstleister für 43 Sparkassen und ihre Träger in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Gemeinsam verfolgen sie die Sparkassenidee: wirtschaftliches Handeln mit Gemeinwohl und regionaler Verantwortung zu verbinden. Dabei steht der OSV seinen Mitgliedssparkassen als Beratungshaus mit einem breit gefächerten Leistungskatalog für die Herausforderungen der Zukunft zur Seite und vertritt ihre Interessen in der deutschen Sparkassenorganisation. Der OSV ist als Regionalverband Mitglied im Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV).
Die Sparkassen sind fest in ihren Regionen verankert und unterstützen Menschen, Unternehmen und Kommunen vor Ort. 2025 engagierten sich die OSV-Sparkassen und der Verband direkt oder über ihre 78 Stiftungen mit mehr als 58,3 Mio. Euro in den Bereichen Sport, Kultur, Jugend, Soziales, Umwelt und Forschung.
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Der Ostdeutsche Sparkassenverband hat seinen Sitz am Berliner Spittelmarkt. Foto: GSD

