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OSV weist IWH-Studie zurück

Berlin, 6. Juli 2020   Der Ostdeutsche Sparkassenverband weist die jüngste IWH-Studie mit dem Titel „The Corona Recession and Bank Stress in Germany“ zurück und bezeichnet diese als unverantwortliche Panikmache.

Jede Wirtschaftskrise führt zu Kreditausfällen, das wird auch bei der Coronakrise der Fall sein. Die Sparkassen haben dies selbstverständlich im Blick. Angesichts der langjährigen Vorsorge für schlechte Zeiten und der guten Kapitalausstattung der Sparkassen rechnet der Verband nicht mit Schieflagen von Sparkassen, schon gar nicht in den vom IWH angegebenen Größenordnungen (4,7 % bis 29,2%). Die Betrachtung des IWH vernachlässigt das Reaktionsvermögen der Sparkassen und deren betriebswirtschaftliche Stärke. Gerade heute hat die Rating-Agentur Moody`s die Stabilität und Widerstandskraft der deutschen Sparkassen angesichts der Coronakrise und deren voraussichtlichen Auswirkungen zu Recht hervorgehoben.

OSV-Präsident Ermrich dazu: „Es ist das wiederholte Mal, dass das IWH mit sensationsartigen Meldungen versucht, die reale Lage der Sparkassen schlechtzureden. Wir weisen das zurück. Es ist zudem bemerkenswert, dass das Institut die eigenen Rechenergebnisse fragwürdig kommuniziert. Demnach sind es nämlich die privaten Kreditbanken, die mit Abstand am gefährdetsten sind. Ob das bei denen auch so zutrifft, würde ich nun aber auch mit Vorsicht zur Kenntnis nehmen.“

Die ostdeutschen Sparkassen werden weiterhin ihren Kunden in schwieriger Zeit zur Seite stehen. Seit März haben sie Kredite gestundet, neue Kredite vergeben und zusätzlich staatliche Unterstützungen vermittelt. In engem Kontakt mit den Kammern der Wirtschaft und der Politik haben die Sparkassen auch intensiv an den Beratungen teilgenommen, die zu den vielfältigen, die Wirtschaft und Privatpersonen stützenden bzw. entlastenden Programmen mündeten, so Ermrich weiter.